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Von Herzen und Sprüngen

Welcher Idiot hat eigentlich behauptet, man würde aus Erfahrung klug? Zwar war ich nach Honka fest entschlossen, mir Männer niemals wieder deshalb auszusuchen, weil sie zu meinen schlechtesten Eigenschaften passen - aber es ist mir nicht wirklich gelungen. Leider habe ich mich nie in die Männer verliebt, die ich für menschlich wertvoll hielt. Das sind alles meine besten Freunde geworden: Tom, der enorm sexy aussieht, mir seine Gewichtsprobleme anvertraut und keiner Frau über den Weg traut, die es ernst mit ihm meint.
Und Jo, der Poet, der so klug ist und zart. Der eine habilitierte Miss World bräuchte, eine, die lüstern wird, wenn sie einen Themenabend auf Arte schaut.
Und Frank, der zum dritten Mal und wieder sehr glücklich verheiratet ist. Der Glückliche.
Ich selbst bin eher unglücklich. Nein, unglücklich ist wohl das falsche Wort. Aber irgendwas stimmt immer nicht. Ich hänge aber irgendwie auch an meinen Problemen. Sie sind meine treuen Begleiter, sorgen für Kurzweil und Gesprächsstoff.
Ich zitiere ja nicht besonders häufig Klassiker deutscher Wortkunst - dafür kenne ich immerhin vieles von Gegenwartskünstlern wie Ally McBeal, Seinfeld und Xavier Naidoo auswendig-, aber an dieser Stelle sei der gute Goethe erwähnt, der einst schrieb:
"Nichts ist schwerer zu ertragen, als eine Reihe von guten Tagen."
Der Mann war klug. Ich hätte es selbst nicht besser ausdrücken können.
Wenn ich mich abends auf einer Party unwiderstehlich fand, habe ich garantiert am nächsten Morgen einen Pickel auf dem Kinn. Und zwar einen von denen, die wehtun, ohne dass man sie anfasst.
Wenn ich nach einem spitzenmäßigen One-Night-Stand modern und wortlos das Appartement verlassen will, dann wurde garantiert mein Auto abgeschleppt. Ich muss also zurück und kleinlaut bitten, beim zuständigen Polizeirevier anrufen zu dürfen.
Wenn ich früh ins Bett gehe, überhöre ich morgens den Wecker.
Wenn ich abends keinen Alkohol trinke, habe ich tags darauf Kopfschmerzen und geschwollene Lider.
Wenn ich mich verliebe, dann in den Falschen.
Wenn ich verlassen werde, dann vom Richtigen.
Wenn ich abnehme, dann ist es nur Wasser.
Und wenn ich ein CD-Überspielgerät geschenkt bekomme, dann freue ich mich sehr darüber, weiß aber genau, dass ich das Ding niemals werde bedienen können.
Es ist immer was los bei mir. Ich will es nicht anders. Sobald ich ein Problem gelöst habe, schaffe ich mir ein neues an.
Es gab allerdings einen Moment, da musste ich annehmen, ich hätte auf einen Schlag keine einzige noch so klitzekleine Schwierigkeit mehr.
Als ich Philipp von Bülow kennen lernte, dachte ich, dass sich der Himmel aufgetan und das liebe Jesulein persönlich befohlen hätte:"Jetzt, Freunde, jetzt ist die Kleine da hinten mal an der Reihe!"
- Ildikó von Kürthy, Herzsprung

Das unterschreibe ich.
28.11.08 11:21


Neben einigen Stimmen am Telefon, quietschenden Hintergrundgeräuschen in der Ubahn hat mich heute sonst nur die Stille umgeben. Blinkende blaue Lichter, der Geruch von gebrannten Mandeln und Zuckergussäpfel haben mich für einen Augenblick vergessen lassen.
Die Kälte kroch in mich hinein, als ich eine halbe Stunde darauf wartete ins Warme zu kommen. Und sie hat sich eingenistet, ganz tief drinnen, sodass ich jetzt noch immer friere.
Jetzt keine flimmernden blauen Lichter, aber ein flimmernder Monitor. Und um mich herum Stille.

Immer nur Stille.
27.11.08 22:08


leave out all the rest

After my dreaming, I woke with this fear
What am I leaving when I'm done here?


Ich dachte heute in der Arbeit ich hätte wahnsinnigen Hunger - jetzt, wo ich etwas esse, schiebe ich den Teller samt frisch gekochter Mahlzeit nach ein paar Bissen weg.
Mein Rücken schmerzt und ich habe schlecht geschlafen, mal wieder.

Irgendwann komm' ich zu dem Punkt an dem ich einfach nicht mehr kann - und ich wünschte du wärst an meiner Seite.
27.11.08 14:56


Eigentlich

erbärmlich, dass ich an einem Freitag Abend daheim hocke. Noch erbärmlicher ist es, dass ich den heutigen Abend voll und ganz mitbekomme, weil ich diesmal nicht vor Erschöpfung einschlafen kann.
Ich habe an einem Freitag Abend genug Zeit meine Bücher zu wälzen, zu lernen und an die Decke von meinem Zimmer zu starren. Ich habe nicht mal große Lust mir weiterhin die DVD's von Sex and the City reinzuziehen - selbst wenn ich eigentlich genug Zeit dafür hätte.

Die einzige Person die heute normalerweise Zeit hätte hat mir gestern schon erklärt, dass sie verplant ist. Schön.

So hab ich sogar mal Zeit mein gesamtes Zimmer auf den Kopf zu stellen und all den Ballast von mir abzuwerfen. Noch schöner. Demnächst werde ich auch einfach so verplant sein.
21.11.08 19:50


and then you call me,

and it's not so bad.


meine verdammt lange to do liste für den morgigen tag:

[]arbeiten bis 13.00
[]BWL lernen
[]Kürzel für die Arbeit lernen
[]Referat weiter vorbereiten
[]zwischendurch mal was essen
[]mich mit M. treffen
[]Paket von der Post holen
[]Erlagschein von S. holen
[]Erlagschein aufgeben
[]evtl. auch noch zum Frisör
10.11.08 18:43


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